
Eine bunt gemischte Mannschaft aus U18-, U16-, und U14-Spielerinnen belegte am Wochenende den 4. Platz beim Jamboree der American International School Salzburg.
Auch auf Grund der vielen Ausfälle in unserer U18-Mannschaft haben wir uns dazu entschlossen in erster Linie den jungen U16- und U14-Spielerinnen die Chance auf wertvolle Spielpraxis zu geben und eine Mannschaft zusammengestellt, die in dieser Besetzung noch nie gemeinsam trainiert geschweige denn gespielt hat.
Im ersten Spiel gegen die Vienna Christian School feiern wir zum Einstand einen 28:24 (16:13)-Erfolg, trotz einiger Schwierigkeiten ein gelungener Start ins Turnier. Leider sollte diese Partie aber die einzige mit einer halbwegs ausgeglichenen Mannschaftsleistung bleiben. Mit Sarah Trinh verletzt sich eine weitere Leistungsträgerin des U18-Teams und fällt bis zum Ende des Turniers (und auch diesen Mittwoch im Meisterschaftsspiel gegen Gmunden) aus.
Im zweiten Spiel gegen die Mannschaft aus Zürich verschlafen wir leider die erste Halbzeit und liegen bereits mit 10 Punkten zurück. Trotz einer kämpferisch starken Leistung in der zweiten Halbzeit, geht das Spiel am Ende klar verloren (27:15).
Für die letzten beiden Spiele am ersten Tag verlieren wir einen Großteil unserer U16- und U14-Spielerinnen, da zeitgleich ein Meisterschaftsspiel in Steyr statffindet, das wir nicht mehr verschieben konnten. Auf Grund der Verletzung von Sarah Trinh sind wir für diese beiden Spiele nur zu fünft. Gegen den späteren Turniersieger aus Budapest ist das erwartungsgemäß zu wenig. Trotz kämpferischer Leistung sind wir ohne Chance (14:53).
Im letzten Samstag-Spiel gegen Bratislava finden wir nach schwachem Beginn gut ins Spiel und gehen mit einer 12:11-Führung in die Halbzeit. Danach bleibt das Spiel bis zum Schluss offen. Beiden Mannschaften ist die Müdigkeit deutlich anzumerken und am Ende gewinnen wir etwas glücklich, auf Grund des tollen Kampfgeistes aller (fünf) Spielerinnen aber verdient, mit 23:22. Von einer ausgeglichenen Teamlesitung sind wir allerdings meilenweit entfernt. Enise Öztürk scort alle (!) 23 Punkte.
Am zweiten Tag spielen wir um 9:00 im Halbfinale die Revanche gegen Zürich. Nachdem auch Sarah Korn verletzungsbedingt fehlt und zwei weitere U16-Spielerinnen wegen Krankheit ausfallen, lastet in diesem Spiel noch mehr Druck auf den Schultern unserer jüngsten, die neben den einzig verbliebenen U18-Spielerinnen (Kapitän Enise Öztürk und Jolanda Nwoha) bereits den Großteil des Teams ausmachen. Trotz tollem Einsatz (und Halbzeitführung) reicht es am Ende knapp nicht zum Finaleinzug (18:21). Zwar wäre ein Sieg mit etwas Glück möglich gewesen, mit Zürich kommt aber am Ende die bessere Mannschaft weiter.
So spielen wir um den 3. Platz erneut gegen BIS (Bratislava). Nachdem wir vorrübergehend schon mit 6 Punkten führen, verlieren wir Anfang der 2. Halbzeit völlig den Faden und verlieren am Ende klar mit 34:21.
Kapitän Enise Öztürk wird vor allem auf Grund ihrer Leistung im ersten Spiel gegen BIS ins All Tournament Team und zum MVP gewählt.
Das Turnierergebnis mag ein wenig enttäuschend sein. Man muss aber bedenken, dass einige unserer Spielerinnen erst seit wenigen Monaten Basketball spielen und viele der Gegner nicht nur älter waren, sondern auch einiges mehr an Erfahrung mitbringen. Zudem spielen die meisten anderen Teams schon deutlich länger zusammen und waren so auch mannschaftlich stärker. Wir hingegen konnten an diesem Wochenende leider nie mehr als 2 Partien in der gleichen Besetzung spielen.
Vor allem für unsere U14- und U16-Spielerinnen ist es wichtig jetzt am Ball zu bleiben. Zwar waren viele Schwächen offensichtlich, trotzdem hat jede einzelne gezeigt, dass sie Potential hat. Jetzt heißt es weiter hart und konsequent an sich arbeiten. Dann werden schon sehr bald weitere Fortschritte sichtbar sein. Ein Lob vor allem an Meli und Lisa, zwei U14-Spielerinnen, die am Samstag gegen Budapest und Bratislava durchspielen mussten und eine tolle Leistung geboten haben.
Das Turnier hat außerdem allen gezeigt, dass Basketball mehr sein kann, als nur einmal im Monat in einer leeren Halle zu spielen und was es bedeutet ein TEAM zu sein. Und das war an diesem Wochenende sowieso das wichtigste.
[ P.S.: Ein wenig von dem "Spirit" der teilnehmenden Schulen würde sicher auch unserem Verein nicht schaden. ]
Unser Dank geht noch einmal an Dana Beszynski für die Einladung. Das Turnier war für alle Teilnehmer ein schönes Erlebnis und wir hoffen nächstes Jahr wieder dabei sein zu dürfen – dann hoffentlich ohne Verletzte und mit einer eingespielten Mannschaft.

Ergebnisse:
VCS – BSC 24:28 (13:16)
Zürich – BSC 27:15 (17:7)
BSC – ICSB 14:53 (5:19)
BSC – BIS 23:22 (12:11)
BSC – Zürich 18:21 (7:6)
BIS – BSC 34:21 (10:10)
Scorer (alle Spiele): Öztürk Enise 81, Nwoha Jolanda 19, Eigner Stefanie 5, Akarcesme Sümeyra 4, Trinh Sarah 4, Tanzer Magdalena 3, Konadu Melisande 2, Simeunovic Sonja 2
Sieger bei den Mädchen: ICSB
Sieger bei den Burschen: ICSB
MVP Mädchen: Enise Öztürk (Salzburg)
MVP Burschen: Benjamin Jackson (Budapest)